12. Oktober 2017 - ergänzt am 27. November 2017

Tierquälerei in der Arzpraxis von Dr Max Brönnimann
in Thun

Dass sich ein praktizierender Arzt derart empathieunfähig zeigt,
ist besonders tragisch

Dieser arme Papagei vegetiert seit Jahrzehnten in der Hausarztpraxis Dr Max Brönnimann in Thun in einem kleinen Käfig dahin. Wie traurig, einsam und langweilig sein Leben doch sein muss, denn Papageien sind sehr soziale und bewegungsfreudige Tiere. Isolationshaft ist Folter für sie. Wir haben den Arzt kontaktiert und angefragt, ob er bereit wäre, dass Tier an einen schönen artgerechten Platz zu geben. Eine Antwort erhielten wir keine. Deshalb haben wir Anzeige erstattet, denn es ist verboten, Papageien einzeln zu halten. Wir hoffen, dass dadurch das arme Tier bald aus seiner misslichen Lage befreit wird. In der Praxis wird auch Psychotherapie angeboten. Vielleicht sollten der Arzt und sein Team diese besser selbst in Anspruch nehmen. Denn Herzenskälte und die Unfähgikeit Mitleid zu empfinden mit einem Lebewesen, welches unschuldig zu lebenslanger Isolationshaft verdammt wurde, ist ein gefährlicher Charaktermangel. Link zur Praxis: http://www.hausarzt-thun.ch/psychotherapie/   

Am 4. Oktober 2017 reichte der VgT bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Brönnimann ein, mit einer Kopie an das Veterinäramt und dem Ersuchen um Sofortmassnahmen. Ein Entscheid der Staatsanwaltschaft iegt noch nicht vor.

 Der Fall  löste im Facebook grosse Diskussionen aus:

https://www.facebook.com/vgt.ch/photos/a.165623556808688.25996.165615443476166/1507915412579489/?type=3&theater

https://www.facebook.com/erwin.kessler.5/posts/2158907557460145?pnref=story

https://www.facebook.com/erwin.kessler.5/posts/2159166510767583?pnref=story

 

Nachtrag vom 27. November 2017

Die Massnahmen des Veterinäramtes wurden erst am 27. November 2017 bekannt. Offenbar hat jemand anders schon früher eine Meldung beim Veterinäramt gemacht, worauf dieses aktiv wurde. 

Laut Veterinäramt zeigte sich Dr Brönnimann uneinsichtig. Er widersetzt sich den Tierschutzanordnungen des Veterinäramtes.

Das Veterinäramt hatte Brönnimann schon Ende 2011/anfangs 2012 aufgefordert, die Haltung seines Gaupapageis anzupassen. Dabei wurde ihm auch ein Gutachten  von Dr med vet Jürg Völlm des Kompetenzzentrums für Wildtierhaltung zugestellte, welches die Mängel im Detail aufführte. Brönnimann ignorierte diese einfach.

Am 26. September 2017 kontrollierte das Veterinäramt die Papageihaltung erneut und forderte Brönnimann auf, konkret aufgezählte Soformassnahmen zu ergreifen. Ferner wurde er darauf hingewiesen, dass die Einzelhaltung eines Graupapageis nicht erlaubt ist. Brönnimann reagierte erneut nicht darauf. Deshalb verliess das Veterinäramt schliesslich eine formelle Verfügung, in welcher folgende Massnahmen verlangt werden:

Enttäuschend ist, dass eine Vergesellschaftung erst auf den 1. Oktober 2018 verlangt wird. Möglicherweise geht aber das Veterinäramt davon aus, dass es diese Zeit braucht, um den jahrzehntelang allein gehaltenen Papagei fachmännisch zu resozialisieren und auf die Vergesellschaftung vorzubereiten.

 


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